Was ist Ökostrom?
Samstag, 8 Oktober 2011
Es ist nicht so, dass ein ökonomisch produzierter Strom in separater Leitung zum Kunden gebracht wird. Vielmehr ist es so, dass Strom aus mehreren Quellen ins Netz gebracht werden und die Verbraucher aus diesem Mix etwas bekommen. Man kann also nicht mehr sagen, woher genau der Strom stammt. Warum also das Ganze? Der Anteil von Ökostrom in diesem ganzen Pott wird verändert und steigt an. Der Ökostrom stammt zu 50% aus erneuerbaren Energien wie Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und Sonnenenergie. Die anderen 50% müssen aus umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen werden. Dabei werden Wärme und Strom gleichzeitig erzeugt. Auf die Verbrennung von Kohle wird dabei aber verzichtet.
Man hat heute die Möglichkeit durch Photovoltaikanlagen oder Ähnliches selbst Strom zu produzieren. Der Ausbau von Ökostromanlagen wird in Deutschland gefördert. Im Erneuerbaren Energiegesetz (EEG) ist festgelegt, dass Verbraucher ihren selbst produzierten Strom zu einem festen Preis an die Anbieter verkaufen. Diese sind zum Kauf verpflichtet. Der Anteil des Ökostroms liegt zur Zeit bei 14% und steigt stetig.
Ökostrom muss nicht unbedingt teuer sein
Ökostrom muss nicht immer teurer sein als Normalstrom. Anhand eines Test mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden im Jahr einer 4-köpfigen Familie kam raus, dass Ökostrom gerade mal 50 Euro im Jahr teurer ist als der Normalstrom. Das sind gerade mal 4 Euro im Monat! Manche Ökostromangebote sind mittlerweile teilweise sogar noch günstiger als der Normalstrom. So etwas lässt sich gut im Preisvergleicher für Strom austesten. Wenn sie den Anbieter wechseln möchten, dann sollten sie aber immer darauf achten, dass sie vertraglich nicht allzu lange gebunden sind und die Kündigungsfristen nicht zu lange sind. Denn man sollte immer mal wieder nach schauen, ob es nicht woanders wieder etwas günstiger geworden ist.
